Alle Orte

Tiryns

Akzeptiert11/12HochGriechisches FestlandHomerische(r) Name(n): Τίρυνς

Eine Stadt aus dem Schiffskatalog, deren homörisches Beiwort eine wörtliche Beschreibung dessen ist, was überdauert hat: Mauern, die so gewaltig sind, dass spätere Griechen annahmen, Riesen hätten sie erbaut.

Tiryns erscheint einmal in der Ilias, im argivischen Kontingent des Diomedes, als „Tiryns mit den mächtigen Mauern“. Die Festung liegt acht Kilometer von Mykene entfernt, kontrolliert den Zugang der Ebene zum Meer, und ihre bronzezeitlichen Befestigungen sind die am besten erhaltenen in der Argolis.

Es ist ein kleiner Eintrag in den Epen und ein großer in der Archäologie, was ihn zu einem nützlichen Kontrollfall macht: Der Atlas misst nicht, wie wichtig ein Ort bei Homer ist, sondern wie sicher er lokalisiert werden kann.

Vorgeschlagene Identifikationen

  • Die Festung von Tiryns

    Vorgeschlagen von: Continuous identification; excavated by Schliemann and Dörpfeld (1884–1885)

    Akzeptiert11/12Hoch

    Zyklopische Mauern von bis zu acht Metern Dicke, Kragbalkengalerien und ein Palast mit einem Megaron auf einem niedrigen Höhenrücken, der die argivische Ebene und ihre Küste beherrscht. Homers einziges Epitheton dafür – „Tiryns der großen Mauern“ – ist die sparsamste und treffendste Beschreibung einer archäologischen Stätte in beiden Epen.

    37.5997, 22.7997· Stätte

    Konfidenz
    11/12 · Hohe Konfidenz
    Textuell
    2
    Archäologisch
    3
    Wissenschaftlich
    3
    Geographisch
    3

Warum diese Klasse

Akzeptiert: eine ausgegrabene Festung von unverkennbarem Alter, die seit der Antike durchgehend identifiziert wird. Die Textbewertung liegt nur bei 2, da das Epos außer dem Beiwort fast nichts darüber aussagt.

Was umstritten ist

Nichts über die Lage. Die aktuellen Fragen betreffen die Funktion – wie Tiryns politisch mit Mykene in Beziehung stand und was die nachpalatiale Wiederbesiedlung für das Ende der Bronzezeit bedeutet.

Quellen